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Views Along the Road

January 1st, 2008 jan

Auf Mel Adelglass bin ich gestoßen, durch Todd Weinstein, einen befreundeten Photographen aus New York. Er hat uns das Video gezeigt, welches er über Mel Adelglass gemacht hat.

Mel Adelglass
Was ich wirklich faszinierend an der Arbeit von Mel Adelglass finde, ist die Konzentration. Sowohl in den Bildern als auch in der Technik und dem Thema.
Alle seine Bilder sind mit Großformatkamera gemacht. Für mich bedeutet das, dass sie zum einem zufällige Beobachtung sind aber durch die Technik auch klar geplante Bilder sind. Die Bilder zeigen alte Häuser, zerfallene Autos und Schilder, die ihre Bedeutung schon überlebt haben.
Mich bewegen verschiedene Dinge an dieser Arbeit:

  • Das dokumentieren von Sachen, die in ein paar Jahren nicht mehr da sind. Abgerissen, Zerfallen oder Verschrottet. Viele der Häuser sind einfache Holzhäuser in Leichtbauweise. Die sind nicht für die Ewigkeit gebaut worden.
  • Die Arbeitsweise. Durch die Staaten fahren, Irgendwann taucht am Straßenrand ein Bild auf, wo man denkt, dass muß mit.
  • Der Gedanke, dass hinter jedem Bild eine Geschichte steckt. Ok das ist bei fast allen Bildern der Fall, aber durch das Video auf der Webseite und Kleinigkeiten in den Bildern wird das für mich noch realer.
  • Und ganz persönlich, diese Stimmung von Unterwegs sein, Fundstücke haben, Zum Teil in Geschichte eintauchen.

Ich mag einfach Langzeitprojekte, Sache wo ich das Gefühl hat den Leuten liegt richtig was an ihrer Arbeit.
Sehr schön finde ich auch die Webseite. Sehr schlicht, aber mit kleinen Besonderheiten, z.B: die Geschichte zum Startbild. Oder aber auch das Video, es ist ja doch selten, dass man mehr über den Photographen erfährt.
Also für mich eine wirklich sehr schöne und auch bewegende Arbeit.

http://www.meladelglass.com

Wie alles anfing…

December 30th, 2007 flo

La Ultima Ciudad

Pablo Ortiz Monasterio ist der wichtigste unbekannte Fotograf. Für mich.
Anfang 1998 war ich in San Christobal de las Casas, im Süden von Mexiko, unterwegs. Mit Fotografie hatte ich nichts zu tun, ich sah mich mich vorwiegend als politischen Aktivisten. Punkt. Ich war mit einer Freundin in einem Buchladen, wir schauten uns dies und jenes an, und dann das: “La Ultima Ciudad”. Sraßenszenen aus Mexiko-City. Schwarz Weiß. Ungestellt. Ein ganzen Buch über eine Stadt. Ohne Sehenswürdigkeiten. Aber mit allem, was gesehen werden sollte.
Okay, ich wollte weiterreisen, das Buch war zu teuer, und ich hatte keinen Platz im Rucksack für ein Fotobuch.
Ein paar Wochen Später in Guatemala. Meine Gedanken kreisen sich immer wieder um dieses Buch. Die beiden in dem Hochhaus, die Bonbonverkäuferin, Der Typ vor dem Sex-Pis….ach was sind schon Bildbeschreibungen. Das Buch war genau das, was Mexiko in dem Moment für mich ausmachte. Ich mußte es haben, ich fuhr nach San Christobal zurück fahren, und von da an begleitete es mich den Rest meiner Reise. Ich schaute es oft mit den Leuten gemeinsam an, deren Sprache ich nicht ausreichend sprach. La Ultima Ciudad. Von Pablo Ortiz Monasterio. Und es ist eines der ganz wenigen Bücher, die ich niemlas wieder hergeben würde.
Klar, auch viele andere Bücher sind gut. Bloß wenn ich länger als 5 Sekunden hinschaue, langweile ich mich oft sofort.
Vielleicht war das Buch der Auslöser für mich, Fotograf werden zu wollen. Street-Photography war für mich immer das größte. Die Gesellschaft in Bildern reflektieren. Ich wollte von nun an Reportagefotograf werden. Die Gesellschaft in Bildern reflektieren. Das ist sehr schwer. Nun gut, meine Ausbildung war dann wohl zu Werbelastig und ich knipse Interieur. Wie Schade.
Wer Pablo Ortiz Monasterio ist weiß ich nicht. Einer der wichtigsten aktuellen mexikanischen Fotografen heißt es. Aber Informationen über ihn fand ich so gut wie keine. Für mich jedoch ist er einer der größten überhaupt.